WIEN TIPPS 2017-09-27T22:42:46+00:00

WIEN TIPPS – SEHENSWÜRDIGKEITEN IN DER NÄHE
VOM RESTAURANT MÜLLERBEISL WIEN

Müllerbeisl Tipp: Theater Ronacher Wien

Nur wenige Meter vom Müllerbeisl entfernt ist das Theater Ronacher. Wir möchten Ihnen gerne einige Informationen (als Service für unsere Touristen) bringen. Das Ronacher Theater, früher Etablissement Ronacher, ist ein Theater im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt, gelegen zwischen Himmelpfortgasse, Seilerstätte und Schellinggasse.

Es wurde zunächst als Wiener Stadttheater von 1871 bis 1872 von den Architekten Ferdinand Fellner d. Ä. und Ferdinand Fellner d. J. für eine private AG des Journalisten Max Friedländer und des Theaterautors und -leiters Heinrich Laube erbaut. Die beiden wollten damit ein bürgerliches Theater errichteten, das – ohne Zensur – den kaiserlichen Hoftheatern Konkurrenz machen sollte. Eröffnet wurde das Haus am 15. September 1872 mit Schillers Demetrius in einer Bearbeitung Laubes. Zwölf Jahre nach der Eröffnung brannte am 16. Mai 1884 das Haus nieder. Da das Gebäude nicht an allen vier Seiten frei steht, wurde nach den inzwischen gültigen Brandschutzbestimmungen ein Wiederaufbau als Schauspielhaus nicht zugelassen. 1886 kaufte Anton Ronacher die Brandruine und ließ wiederum von Ferdinand Fellner d. J. (der inzwischen das Büro Fellner & Helmer gegründet hatte) 1887–1888 darauf ein Concert- und Ballhaus errichten. Die Wandgemälde stammen von Eduard Veith. Die Hauptstiege wurde mit Stufen aus Kaisersteinbruch errichtet. Dem neuen Varietétheater war ein großer Ballsaal und ein Hotel angeschlossen, daneben konnte es bereits elektrisches Licht einsetzen, enthielt Promenaden und einen Wintergarten.

Das neue Etablissement Ronacher war kein Schauspielhaus, sondern mit Tischen und Stühlen ausgestattet. Während der Vorstellung durfte getrunken, gegessen und geraucht werden. Durch die schlechte Wirtschaftslage musste Ronacher jedoch das Haus später aufgeben. Ab 1890 traten öfter Artisten auf, was vermehrt Vorstadtbevölkerung anlockte und die Aristokratie vertrieb. Später wurde das Programm durch Revuen, Operetten, Tanz- und Gesangsvorführungen ergänzt. Das Haus wurde dabei immer wieder umgebaut und den Bedürfnissen des modernen Varietébetriebs angepasst (1901, 1906 und laufend zwischen 1907 und 1916; immer durch Ferdinand Fellner d. J.).

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Ronacher bis 1955 Ausweichbühne für das durch Bomben beschädigte Burgtheater. Anschließend traten wieder Varieté-Künstler auf, bevor ab 1960 das österreichische Fernsehen die Räumlichkeiten für TV-Produktionen nutzte. Nach einem zehnjährigen Leerstand erfolgte 1986 erstmals wieder die Aufführung einer Operette, diesmal Cagliostro in Wien von Johann Strauß (Sohn). 1987 kauften die Vereinigten Bühnen Wien das Haus und führten das Musical Cats und zwei Opern auf. Ein Architekturwettbewerb ergab 1987 als Siegerprojekt eine „dekonstruktivistische“ Aufstockung. Das Vorhaben von Coop Himmelblau wurde allerdings Ziel heftiger öffentlicher Kritik und wurde im August 1991 ad acta gelegt. 2003, 2004 und 2008 war das Ronacher Gastgeber der Nestroy-Verleihungsgala. Nach einigen Jahren als Gastspielhaus für internationale Produktionen und Festveranstaltungen wurde das Ronacher um 46,9 Millionen Euro zu einer Musicalbühne ausgebaut. Bis Mitte 2008 wurde die Bühnentechnik modernisiert und der Boden der Bühne um zwei Meter abgesenkt, wodurch die Sicht auf die Bühne verbessert wurde.

Müllerbeisl Tipp: Das Haus der Musik

Nur wenige Meter vom Müllerbeisl entfernt ist das Haus der Musik. Wir möchten hier gerne einige Informationen (als Service für unsere Touristen) bringen. Das Haus der Musik lädt zu einer Entdeckungsreise in die Welt der Musik. Das Haus der Musik ist ein modernes, interaktives Klangmuseum in der Wiener Innenstadt. Die interaktiven Ausstellungsbereiche im Haus der Musik bieten neue, innovative Zugänge zum Thema Musik. Ein einzigartiges, musikalisches Erlebnis in einer didaktisch modernst aufbereiteten Schau.

Eine Fläche von 5000 m² steht ausschließlich Bereichen zur Verfügung, die den unterschiedlichsten Auseinandersetzungen mit Musik und vor allem dem Erleben von Musik gewidmet sind. Vier österreichische Universitäten, zwei ausländische Universitätsinstitute, ein junges Team von Musikern und Musikwissenschaftern, Künstler aus dem Multimedia- und anderen Bereichen, Tontechniker, Architekten und Studenten waren in die Entwicklung des HAUS DER MUSIK eingebunden. Das HAUS DER MUSIK, wurde für seine innovative Konzeption mit dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet. Alleine 67 neue Erfindungen befinden sich heute hier.

Einst war das ehemalige Palais Erzherzog Karl, das heutige HAUS DER MUSIK, Wohnort von Otto Nicolai (1810 – 1849), Komponist der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“, der hier 1842 die Wiener Philharmonischen Konzerte gründete. Diese Verbindung war der Impuls dafür, dass die Wiener Philharmoniker mit ihrem Historischen Archiv in das HAUS DER MUSIK zogen. Hier wird die wissenschaftliche Dokumentation des weltberühmten Orchesters fortgesetzt und öffentlich zugänglich gemacht. Seit seiner Eröffnung am 15. Juni 2000 ist das HAUS DER MUSIK an jedem Tag im Jahr von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Die Besucher staunen, was sich hier in Wien, der traditionsreichen Hochburg der Musik, Überraschendes verbirgt und auf welche Art das HAUS DER MUSIK musikalisches Erbe und musikalische Zukunft verbindet.

Es ist privater Initiative zu verdanken, dass hier auf der Seilerstätte 30 das HAUS DER MUSIK ohne öffentliche Mittel errichtet wurde. Besonderer Dank gilt den Partnern aus der Wirtschaft, die im HAUS DER MUSIK ein sinnvolles Investment erkannt haben. Seit dem 15. Januar 2005 befindet sich das HAUS DER MUSIK zu 100 % im Besitz der Wien Holding. Maestro Zubin Mehta übernahm nach der Eröffnung die Ehrenpräsidentschaft für das HAUS DER MUSIK. Was ihn dazu bewegte, ist die fröhliche und direkte Präsentation der Inhalte, die Menschen mit den unterschiedlichsten Musik-Geschmacksrichtungen zusammen und ins Gespräch bringt, Interesse weckt und Vorurteile gegenüber der Auseinandersetzung mit musikwissenschaftlichen Themen abbaut. Schicken Sie Ihre Ohren auf Entdeckungsreise!

Müllerbeisl Tipp: Die Wiener Oper

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten „Zauberflöten“-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung „ihres“ Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.

Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog. Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die „Staatsoper in der Volksoper“ mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben – mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer, Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst.

Müllerbeisl Tipp: Der Stephansdom Wien

Weltberühmtes Kulturgut und Wahrzeichen

Der Wiener Stephansdom steht für Vieles: Er ist ein weltberühmtes Kulturgut und ein Bauwerk, das international keine Vergleiche zu scheuen braucht. Er ist DAS nationale Wahrzeichen Österreichs und ein Symbol für die österreichische Identität. Zugleich ist der Dom ein Touristenmagnet ersten Ranges. Aber allem voran ist der Stephansdom – neben seiner kulturellen Bedeutung – natürlich auch Kirche:

An jedem Wochentag werden sieben, an jedem Sonntag zehn Gottesdienste gefeiert. Besonders zu den hohen Feiertagen (Ostern, Pfingsten, Weihnachten etc.) wird der stets wunderschön geschmückte Dom von vielen Kirchgängern besucht. Gottesdienste von allgemeinem Interesse (Hochzeiten, Requien bedeutender Persönlichkeiten etc.) werden oft live im Fernsehen übertragen. Zu solchen besonderen Anlässen und zu den hohen Feiertagen läutet die Pummerin diese Festgottesdienste ein.

Das Bauwerk und Kulturgut „Stephansdom“ ist Gegenstand zahlreicher Bücher, Bildbände und Untersuchungen. Die zigtausenden Details, die in seinem Inneren wie Äußeren zu finden sind, machen ihn zu einer kunsthistorischen und architektonischen Schatzkiste. Jedes Detail hat seine Bestimmung, Hintergrund und Geschichte: Altäre, Tore, Türme, Pfeilerfiguren, Bilder …

In den letzten Kriegstagen wurde der Stephansdom bei einem Brand schwer beschädigt. Schutt und Asche prägten den zerstörten Dom. In nur sieben Jahren konnte unter Einsatz vieler Österreicherinnen und Österreicher der Dom wieder aufgebaut werden. Damit wurde der Stephansdom, DAS Wahrzeichen Österreichs, auch zu einem Symbol des österreichischen Wiederaufbaus.